Der Krankenhausstandort Saarburg wird fit für die Zukunft gemacht. Rund um das Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg entsteht bis zum Jahr 2026 ein moderner und vernetzter Gesundheitscampus: Im Zentrum steht das Krankenhaus einschließlich eines Neubaus, um Ihnen und den Menschen in der Region weiterhin eine zuverlässige stationäre Grund- und Notfallversorgung zu bieten. Hinzu kommen zusätzliche – zum Teil auch ambulante – Einrichtungen und Konzepte für eine zeitgemäße medizinische und pflegerische Versorgung. Die Angebote richten sich allein an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten aus. Für komplexere Behandlungen bestehen enge Kooperationen mit großen Krankenhäusern der Region, zum Beispiel in Trier.

So entwickelt sich die Region Saarburg

Fast 150.000 Menschen leben in der Region Saarburg, bei der demografische Veränderungen genauso zu beobachten sind wie in vielen anderen Teilen Deutschlands. So wird die Zahl der Menschen in der Altersgruppe 60 bis 75 Jahren bis 2025 um über ein Viertel zunehmen. Damit steigt der Bedarf an medizinischen Leistungen und an stationärer sowie pflegerischer Versorgung. Gleichzeitig gehen immer mehr Haus- und Fachärztinnen sowie -ärzte in den Ruhestand.

Die Region Saarburg ist einerseits ländlich geprägt und dünn besiedelt und steht andererseits unter dem Einfluss des urbanen Zentrums in Trier. Die räumliche Nähe zu Trier und Luxemburg ist eine zusätzliche Herausforderung, wenn es darum geht, Fachkräfte zu gewinnen.

Patientenorientiert und vernetzt: Die Versorgung der Zukunft auf dem Gesundheitscampus Saarburg

Stellen wir uns im Jahr 2026 folgendes Szenario vor: Ein betagter Patient leidet an chronischen Schmerzen und bricht sich nun den Schenkelhals. Er wird mit dem Rettungswagen ins Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg gebracht und dort operiert.

Nach der Operation ist eine Rehabilitation erforderlich, die bisher nicht in Saarburg angeboten wird. Gute Nachrichten: Künftig wird es für Menschen mit bestimmten Erkrankungen Rehamaßnahmen auch im Krankenhaus geben. Der Patient ist dem Personal vor Ort bereits bekannt. Er bleibt im gewohnten Umfeld und kann Besuch von seiner Familie empfangen. Durch den direkten Übergang von der Operation zur Rehabilitation kann auch die Behandlungsdauer verkürzt werden. Der Patient kann früher wieder nach Hause.

Ist die Behandlung abgeschlossen, wird der Patient von seinem niedergelassenen Orthopäden weiter überwacht und behandelt. Zusätzlich braucht er fortan ambulante Pflege, die ebenfalls eng mit dem Gesundheitscampus zusammenarbeitet und vernetzt ist.

Für komplexe Behandlungsabläufe wie diesen gibt es in Saarburg bald ein sogenanntes Koordinierungs- und Beratungszentrum, das Patientinnen und Patienten durch alle Schritte der Behandlung navigiert und berät. Das entlastet Sie und Ihre Familien und ist ein wichtiger Faktor zur Qualitätsverbesserung.

Über eine neu geschaffene digitale Infrastruktur können alle beteiligten Akteurinnen und Akteure eng und im Sinne des Patientenwohls zusammenarbeiten.

Zusammen stärker: Zuverlässige Gesundheitsversorgung mit regionalen Partnerinnen und Partnern

Zukünftig steht den Menschen in der Region Saarburg nicht nur ein Krankenhaus, sondern ein ganzes Gesundheitsnetzwerk für medizinische und pflegerische Anliegen zur Seite: Das Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg arbeitet dann eng mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten auf dem Gesundheitscampus und in der Region zusammen.

Darüber hinaus ist es mit Apotheken, Physiotherapiepraxen, Pflegeeinrichtungen, Hebammen, Logopädinnen und Logopäden sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens verbunden.

Das Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg ist weiterhin für die stationäre Grundversorgung in folgenden Fachgebieten zuständig: Innere Medizin (inklusive Geriatrie), Chirurgie und Psychiatrie – und natürlich für die Notfallversorgung im Ernstfall. In der Onkologie, Urologie und Radiologie und perspektivisch in weiteren Fachgebieten kooperiert das Krankenhaus eng mit den Partnerkrankenhäusern Mutterhaus Trier und Barmherzige Brüder Trier und profitiert so von dem Know-how, der Erfahrung und Ausstattung der beiden spitzenmedizinischen Einrichtungen.

Mehr ambulante medizinische und pflegerische Angebote vor Ort

Der Gesundheitscampus Saarburg wird bis 2026 mehr Möglichkeiten als heute umfassen, um Sie zeitgemäß teilstationär und ambulant zu behandeln. In einem ambulanten OP-Zentrum werden Eingriffe durchgeführt, die keinen stationären Krankenhausaufenthalt mehr erfordern. In den Fachgebieten Innere Medizin, Schmerztherapie und Gerontopsychiatrie werden tagesklinische Angebote ausgebaut.

Wenn Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt übergangsweise gepflegt werden müssen, können sie eine Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen. Für bestimmte Diagnosen ist der Aufbau von Rehaangeboten auf dem Gesundheitscampus geplant. Und auch wenn die haus- und fachärztliche Versorgung nicht anderweitig sichergestellt werden kann, unterstützt das Krankenhaus in enger Abstimmung mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.

Die Abstimmung der verschiedenen Stellen, die Sie als Patientin oder Patient benötigen, übernimmt das neue Koordinierungs- und Beratungszentrum auf dem Gesundheitscampus. Bequem und einfach.

Der Gesundheitscampus Saarburg auf einen Blick

  • Notfallversorgung und stationäre Grundversorgung in den Fachgebieten Innere Medizin, Geriatrie, Chirurgie und Psychiatrie
  • Kooperationen unter anderem in den Fachgebieten Urologie, Onkologie und Radiologie mit Partnerkrankenhäusern der Schwerpunkt- und Maximalversorgung in Trier
  • Ambulantes Operationszentrum und tagesklinische Angebote
  • Haus- und Facharztzentrum und mehr Ambulanzen auf dem Campus, wenn diese nicht anders sichergestellt werden kann
  • Wohnortnahe Kurzzeitpflege für Menschen, die nach ihrem Krankenhausaufenthalt nicht sofort nach Hause können
  • Seniorenzentrum auf dem Campus
  • Koordinierungs- und Beratungszentrum berät Patientinnen und Patienten und steuert komplexe Behandlungen